Nur ein Jahr nach der amtlichen Schließung wurde der Badebetrieb im frisch sanierten Familienfreibad Hengstfeld am Wochenende wieder aufgenommen. Dabei gab es viel Lob für den Förderverein.

Blauer Himmel und Sonnenschein zur Eröffnung - besser konnte es am Sonntag nicht sein."Irgendwann müssen wir ja auch mal Glück haben", kommentierte Gerhard Tripps, Vorsitzender des Vereins Familienfreibad Hengstfeld, trocken - und er meinte damit nicht nur die verregnete, aber trotzdem gut besuchte Veranstaltung Rock am Pool vor Kurzem, sondern auch so manche Anstrengung im vergangenen Jahr. Seit das Familienbad aufgrund seiner veralteten Technik vor einem Jahr geschlossen worden war, arbeiteten die Mitglieder des Fördervereins fieberhaft auf den Tag der Wiedereröffnung hin: Es wurden Pläne erstellt, Spenden und Material gesammelt, es wurde beraten und umgeplant und vor allem wurde kräftig angepackt. Mehr als 15.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten die Vereinsmitglieder. "Das dürfte wohl ein einmaliges Projekt in der Region sein", vermutet Gerhard Tripps, "die Bereitschaft zur Mitarbeit war beispiellos."

Dieser Meinung war auch Bürgermeisterin Rita Behr, die deutlich machte, dass die Gemeinde Wallhausen nicht hätte aufbringen können, was der Verein geleistet habe."Was hier in einem Jahr geschafft wurde, ist für mich das Wunder von Hengstfeld. Es ist ein Projekt, das seinesgleichen sucht und das nur verwirklicht werden konnte, weil die Mitglieder und Freunde zusammengearbeitet haben." Ortsvorsteher Werner Gutmann schloss sich diesem Lob an. Der Ortschaftsrat Hengstfeldüberreichte außerdem eine Spende von 500 Euro, die für das nächste Projekt im Familienfreibad bestimmt ist: Eine Rutsche soll noch mehr Badespaß garantieren.

Rund 40.000 Euro hat die Komplettsanierung gekostet. Die ersten Schätzungen lagen in einer Größenordnung von 150.000 bis 300.000 Euro. Auch die Bauzeit war viel kürzer, als ursprünglich gedacht: Anstatt den Drei-Jahres-Plan umzusetzen, zogen die Mitglieder das Projekt in nur zwölf Monaten durch. Es wurde eine automatische Mess- und Regeltechnik installiert, eine neue Hydraulik mit horizontaler Beckendurchströmung eingebaut, ein neuer Schwallwasserbehälter aufgestellt sowie das Außengelände neu gestaltet."Leider konnten wir das Kinderbecken aus Kostengründen nicht erhalten", erklärt Klaus Wurzbacher, der für die Technik zuständig ist. Dafür gibt es jetzt einen Wasserspielplatz, der sich bereits am Eröffnungstag als Anziehungspunkt für die Badegäste entpuppte. Aber auch das Becken lud bereits die ersten Wasserratten zur Erfrischung ein. "Die Genehmigung vom Gesundheitsamt liegt vor, technisches Personal undüber 40 Rettungsschwimmer stehen bereit. Wenn jetzt noch der Sommer kommt, ist alles bestens", sagte Tripps.


Quelle:
Hohenloher Tagblatt, 24.07.2012
Christine Hofmann

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