Von den 580 Einwohnern in Hengstfeld ist fast die Hälfte Mitglied im Verein Familienfreibad Hengstfeld. Viele kommen nicht nur zum Baden, sondern auch zum Reparieren, Rasenmähen oder Getränke verkaufen.


Anmerkung der Freibad-Redaktion:
Möglicherweise war Zuhören nicht die Stärke der HT-Redaktuerin. Wer jetzt bei uns nach einer Solaranlage sucht, wird vergeblich suchen.
Weiterhin möchten wir hier natürlich unsere Freiwillige Feuerwehr nicht verärgern - aber die Helferstunden wurden natürlich von unseren Mitgliedern erbracht - die natürlich auch teilweise Mitglied der Feuerwehr sind ;-)


"Kräftig weitertreten, nicht schlapp machen", ruft Michaela Kernwein und motiviert die Teilnehmer des Aquafit-Kurses zu einer weiteren Kräftigungsübung im brusttiefen Wasser. Die Fitnesstrainerin bietet seit diesem Semester über die Volkshochschule Wallhausen Kurse im Hengstfelder Freibad an. "Die Kurse kommen sehr gut an. Ich mache selber auch mit Begeisterung mit", sagt Gerhard Tripps, Vorsitzender des Familienfreibads.

Der 48-Jährige ist einer der treibenden Kräfte, die das kleine Bad mit seinem 27 mal 17 Meter großen Becken vor drei Jahren übernommen und vor der Schließung bewahrt haben.

Das Engagement der Hengstfelder für ihr kleines Familienbad begann bereits im Jahr 2000. Damals übernahmen die Bürger die Badeaufsicht als Rettungsschwimmer - mittlerweile gibt es 50 von ihnen. Seither gingen Schritt für Schritt weitere Aufgaben von der Gemeinde auf die Vereinsmitglieder über - zuletzt das Rasenmähen.

Im Jahr 2011 hatte das Gesundheitsamt den Weiterbetrieb des Bades mit der veralteten Technik nicht weiter geduldet. Eine Komplettsanierung sollte 300.000 Euro kosten - eine Summe, die die Gemeinde Wallhausen nicht aufbringen konnte. Der damalige Förderverein pachtete daraufhin das Bad und begann in eigener Regie mit der Sanierung. In rund 20.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit und für knapp 50.000 Euro bekam das Bad eine automatische Mess- und Regeltechnik, eine neue Hydraulik und einen Schwallwasserbehälter. "Es gab für jede Aufgabe einen Spezialisten", erinnert sich Gerhard Tripps an die Bauphase. "Der Einsatz der Feuerwehr bei der Sanierung war enorm. Das war eine richtige Gemeinschaftsleistung."

Finanziert wird das Freibad heute über Mitgliedsbeiträge und Spenden, Eintrittsgelder und verschiedene Aktionen. Beim Rock-am-Pool-Festival, den Theateraufführungen im Frühjahr und dem Schlachtschüssel-Essen im November kommt Geld in die Vereinskasse, das für Reparaturen oder Verschönerungen verwendet wird. Im letzten Jahr wurde als neue Attraktion eine große Doppelrutsche aufgestellt, auf der nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene mit Schwung ins kühle Nass gelangen. Wirklich kalt ist das Wasser jedoch nicht. Eine Solaranlage sorgt für angenehme Badetemperatur.

"Unsere Badegäste schätzen das Familiäre und die Übersichtlichkeit", meint der Vereinsvorsitzende. Für Kleinkinder gibt es eine Wasserspielelandschaft. Becken und Liegewiese können von Eltern mit einem Blick überwacht werden. Deshalb wird das Bad nachmittags überwiegend von Familien genutzt. Später kommen die Schwimmer, die nach Feierabend genüsslich ein paar Bahnen ziehen und den Abend in gemütlicher Runde am Kiosk ausklingen lassen.


Quelle:
Hohenloher Tagblatt, 05.08.2014
Christine Hofmann 

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