Nach den flotten Weisen des Musikzugs der Feuerwehr Wallhausen zur Eröffnung begrüßte Bürgermeisterin Rita Behr-Martin zahlreiche in der Region prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der vollbesetzten Turn- und Festhalle Hengstfeld.

Im Rückblick auf die kommunale Arbeit im zurückliegenden Jahr verwies sie auf erfolgreich abgeschlossene Projekte wie die Kanalsanierung mit Leerrohrverlegung für das Breitband in der Kirchberger Straße oder „die härtesten Brocken“ der Ortsdurchfahrtsanierung mit Erneuerung der Wasserleitung auf der „Großbaustelle B 290“, für deren Fertigstellung sie bei den Anwohnern um Geduld und Verständnis warb.

Für 2018 stellte Behr-Martin weitere Großprojekte wie den Neubau der Sammelkläranlage Wallhausen in Aussicht. Einen besonderen Höhepunkt bilden im Sommer die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 875-jährigen Bestehen von Wallhausen.

Ein besonderer Dank der Bürgermeisterin galt der Freizeitsportgruppe der Spielvereinigung Hengstfeld-Wallhausen für die trotz heftiger Witterungsunbillen perfekte Organisation und Durchführung des Hengstfelder Silvesterlaufes. Den Erlös daraus in Höhe von 550 Euro spendeten die Freizeitsportler heuer dem Diakonieverband Schwäbisch Hall, dessen beschließendem Ausschussmitglied, dem Hengstfelder Pfarrer Markus Hammer, Gruppenleiter Gerd Gerbig in einen symbolischen Scheck auf der Bühne überreichte.

Pfarrer Hammer, der die Summe für den anonymen Notfonds der Diakonie dankend in Empfang nahm, sollte im weiteren Verlauf des Abends noch einen weiteren, eher unfreiwilligen Bühnenauftritt haben: Nach der Pause gab die „Bädlesbühne“ des Fördervereins Freibad Hengstfeld einen Akt aus ihrer neuen Komödie „Männer haben’s auch nicht leicht“ zum Besten, bei der Hauptdarstellerin Michaela Kernwein als putzwütige Schwester Apollonia Struppe auf der Bühne herumtollte und den Saustall in der Junggesellenbude ihres Bruders Rudolf ausmistete.

Sonderapplaus für den Pfarrer
Die Ehrengäste in der ersten Reihe mussten sich in Acht nehmen vor dem Müll, den das resolute Weibsbild in Kittelschürze und Gummihandschuhen von der Bühne fegte. In barschem Befehlston nötigte die temperamentvolle Laiendarstellerin den Ortspfarrer auf die Bühne, um ihr beim Lüften zu helfen. Markus Hammer nahm es locker und wedelte souverän frische Luft herein, wofür ihm ein Sonderapplaus zuteil wurde.

Bevor es zum lustigen Teil des Abends überging, lauschte die Festgemeinde noch etlichen prominenten Grußrednern. Den Auftakt machte der Moderator des Abends, Peer Hahn als Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen Wallhausen, der eine Lanze für Gewerbe und Mittelstand brach und an die Gäste als Kunden appellierte, nicht im Internet einzukaufen, sondern vor Ort bei den regionalen Firmen und Betrieben.

Fast genau auf die Sekunde hielt sich der Erste Landesbeamte Michael Knaus an die Vorgabe von fünf Minuten, in dem er dem Landkreis Hall eine ausgesprochen gute wirtschaftliche Lage bescheinigte. Auch die Landtagsabgeordneten Dr. Friedrich Bullinger (FDP) und Arnulf von Eyb (CDU) stießen in dasselbe Horn und prognostizierten dem Ländle weitere wirtschaftliche Prosperität für 2018.

Der Festredner des Abends war Notar Ulrich Mack, der bis zum Ende des Bezirksnotariats am 31. Dezember 22 Jahre auch für Wallhausen tätig war. „Von der Wiege bis zur Bahre braucht man Bezirksnotare“ war das Resümee seines launigen Gedichtvortrags über sein aufgelöstes Arbeitsfeld, das sich künftig freiberufliche Notare und Amtsgerichte teilen werden.

Dass sich dabei für den Bürger nichts verschlechtern würde, wie der scheidende Notar versicherte, stellte anschließend der Bürgermeister von der Partnergemeinde Wallhausen/Helme in Sachsen-Anhalt, Ernst Hofmann, infrage. Er prophezeite für die Bürger längere Wege und aufwendigere Verfahrensweisen.

Kritische Worte gab es auch von Ortsvorsteher Werner Gutmann an die „Kerl in Berlin, wu gwählt worda sann und nix zammkriacha“, bevor er die Gäste über das Sühnekreuz informierte, das heuer bei der 875-Jahr-Feier am Ort eines verschütt gegangenen Kreuzes aufgestellt werden soll.


DIE BÄDLESBÜHNE AUF DER BÜHNE
Die Komödie „Männer haben’s auch nicht leicht“ von der Bädlesbühne Hengstfeld wird am Samstag, 10. März, 20 Uhr; Sonntag, 11. März, 17 Uhr; Freitag 16. März, 20 Uhr, und Samstag 17. März, 20 Uhr, in der Turnhalle Hengstfeld aufgeführt. Karten gibt es noch für den 11. und 16. März – und zwar im Eico-Getränkemarkt in Wallhausen. Wer noch mehr über die Bädlesbühne wissen möchte, wird unter www.baedlesbuehne.de fündig.


ht 2018 01 18 02ht 2018 01 18 03ht 2018 01 18 04


Quelle/ Fotos:
Hohenloher Tagblatt, 18.01.2018
Hartmut Volk

Freibad-Termine

Kalender

<<  April 2018  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
        1
  2  3  4  5  6  7  8
  9101112131415
16171819202122
232425262829
30